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Überblick

OBD2-Fehlercodes: Aufbau (P, C, B, U), genormte Codes und Herstellercodes

Ein OBD2-Fehlercode hat fünf Stellen: Der Buchstabe nennt das System (P Antrieb, C Fahrwerk, B Karosserie, U Netzwerk), die erste Ziffer, ob der Code genormt (0) oder herstellerspezifisch (1) ist. Genormte Codes bedeuten bei allen Marken dasselbe, Herstellercodes nicht.

von der Redaktion aktualisiert am 27. Oktober 2026 3 Min. Lesezeit

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Befund in Kürze

Die Bedeutung deines Codes zeigt dir am schnellsten ein Codeleser mit Klartext. Für Herstellercodes brauchst du ein Gerät, das deine Marke kennt, oder die Unterlagen des Herstellers. Die vollständigen genormten Bezeichnungen stehen nur in der kostenpflichtigen Norm SAE J2012 / ISO 15031-6.

Inhalt dieser Seite
Gelbe Motorkontrollleuchte im Kombiinstrument (Symbolbild)
Bild: KI-generiert (OpenAI)

Grundlage: eine Norm, die die EU vorschreibt

Die Richtlinie 98/69/EG (heute aufgehoben durch die Verordnung (EG) Nr. 715/2007) verlangt, dass alle abgasrelevanten Fehlercodes der Norm ISO 15031-6 bzw. SAE J2012 entsprechen (Anhang XI Nr. 3.1.1). Deshalb sieht ein Fehlercode bei einem französischen Kleinwagen genauso aus wie bei einem deutschen Kombi.

Die Norm selbst ist kostenpflichtig. Wir nennen sie als Bezug, zitieren aber keine Bezeichnungen daraus.

So ist ein Fehlercode aufgebaut

Ein OBD2-Fehlercode hat fünf Zeichen: einen Buchstaben und vier Ziffern.

StelleBedeutungMögliche Werte
1. ZeichenSystemP Antrieb (Motor, Getriebe, Zündung), C Fahrwerk (z. B. ABS), B Karosserie (z. B. Klimaanlage, Airbag), U Netzwerk
2. ZeichenWer den Code festlegt0 genormt (SAE), 1 Fahrzeughersteller; bei P auch 2 (genormt) und 3 (teils gemeinsam festgelegt)
3. bis 5. ZeichenBaugruppe und konkreter FehlerBedeutung nach Norm bzw. Herstellerunterlagen

Quelle für die Tabelle ist das Datenblatt des ELM327-Chips von Elm Electronics, der in vielen OBD2-Adaptern steckt; die englische Wikipedia beschreibt die Buchstaben gleich.

Warum dein Gerät manchmal nur Ziffern liefert

Das Steuergerät sendet den Code als Zahlenfolge. Das Gerät übersetzt die erste Stelle in Buchstabe und Ziffer: Aus 0133 wird P0133, aus D016 wird U1016, aus 1131 wird P1131 (ELM327-Datenblatt).

Danach zeigt eine App oder ein Codeleser den Klartext an, wenn er den Code kennt. Bei Herstellercodes fehlt dieser Klartext bei einfachen Geräten mitunter.

Genormt oder Herstellercode: was das für dich heißt

  • Genormte Codes (P0…) kann jedes OBD2-Gerät lesen und benennen. Eine Erklärung, die du für einen Opel findest, gilt auch für einen Toyota.
  • Herstellercodes (P1…, dazu viele C-, B- und U-Codes) legt der Autohersteller selbst fest. Derselbe Code kann bei zwei Marken Verschiedenes bedeuten.
  • C- und B-Codes stammen aus Steuergeräten wie ABS oder Airbag. Die liest ein reiner Motor-Codeleser nicht; dafür brauchst du ein Mehrsystem-Gerät, das dein Modell abdeckt.

Wo die Werbeaussage „für alle Fahrzeuge“ an Grenzen stößt, steht unter „Für alle Fahrzeuge“.

Wo du die Bedeutung deines Codes findest

  1. Im Klartext deines Geräts. ANCEL schreibt beim AD310, dass er genormte und herstellerspezifische Codes für die Motorkontrollleuchte mit Definition anzeigt.
  2. In den Herstellerunterlagen. Für Herstellercodes sind die Reparaturinformationen der Marke die verlässliche Quelle.
  3. In der Werkstatt. Sie hat Zugriff auf Herstellerdaten und kann den Code mit Messungen bestätigen.
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Systeme
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ANCEL

ANCEL AD310

Der einfache Weg, die Motorkontrollleuchte zu deuten: einstecken, Fehlercode lesen, Klartext anzeigen – ohne App, ohne Akku.

Warum hier: Er zeigt zum Motor-Fehlercode laut Hersteller gleich den Klartext an – auch bei herstellerspezifischen Codes für die Motorkontrollleuchte – und dazu Freeze Frame und Readiness.

Ideal für: Alle, die bei gelber Motorkontrollleuchte selbst nachsehen wollen und kein Smartphone im Fußraum brauchen.

  • Liest und löscht Motor-Fehlercodes, zeigt Live-Daten, Freeze Frame und Readiness (Herstellerangabe)
  • Strom kommt aus der OBD-Buchse – keine Batterie, kein Laden
  • Beleuchtetes Display, vier Tasten, keine App und kein Konto nötig
  • Kein ABS, Airbag, Getriebe und keine Servicefunktionen – nur Motor-OBD
  • Laut Hersteller nicht für Hybrid- und Elektroautos
  • Laut Angebot nicht passend für einige französische und japanische Modelle vor 2004

Weitere Geräte vergleichen wir in der Kaufberatung OBD2-Codeleser.

Fehlercode löschen: erst verstehen, dann löschen

Ist der Fehler behoben, darf das System den Code nach EU-Vorschrift selbst löschen, wenn er in mindestens 40 Warmlaufzyklen nicht wieder auftritt (Anhang XI Nr. 3.8.1). Warum du vorher nicht einfach löschen solltest, steht unter Fehlerspeicher löschen.

Codes mit eigener Seite, nach Thema

Zu diesen genormten Codes haben wir Seiten mit Bedeutung, Ursachen laut Herstellerunterlagen und Prüfungen für dich:

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Oft gefragt

Gibt es eine vollständige Fehlercode-Liste?

Die genormten Bezeichnungen stehen in der kostenpflichtigen Norm SAE J2012 bzw. ISO 15031-6. Herstellercodes dokumentiert jeder Hersteller selbst, nicht einheitlich öffentlich. Deshalb veröffentlichen wir keine eigene Liste.

Kann ich einen Fehlercode einfach löschen?

Technisch ja, mit jedem OBD2-Gerät. Löschen setzt aber nur den Speicher zurück: Bleibt die Ursache, kommt der Code nach einigen Fahrzyklen wieder, und der Freeze Frame ist weg. Erst Code notieren und Ursache klären, dann löschen.

Warum zeigt mein Gerät bei einem P1-Code keinen Klartext?

P1-Codes legt der Fahrzeughersteller selbst fest. Einfache Geräte kennen nicht alle davon. Dann hilft ein Gerät mit Software für deine Marke oder die Werkstatt.

Quellen

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Wer hier auswertet

Redaktion kfz-diagnosegeraet.de

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Wir sind die Redaktion von kfz-diagnosegeraet.de. Wir werten Herstellerangaben, Bedienungsanleitungen, Normen und EU-Vorschriften zur On-Board-Diagnose sowie veröffentlichte Fremdtests aus und ordnen Diagnosegeräte danach ein, welche Aufgabe sie an welchem Auto lösen. Eigene Geräte- oder Labortests machen wir nicht, und bei Bremse, Airbag und Abgasanlage verweisen wir auf Herstelleranleitung und Fachwerkstatt.

  • Herstellerangaben & Anleitungen ausgewertet
  • Normen und EU-Vorschriften als Beleg
  • Keine eigenen Tests – offen gesagt
  • Sicherheitsgrenzen bei Bremse, Airbag, Abgas

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