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Frage & Antwort

Welches Diagnosegerät empfehlen die Autodoktoren?

Die Autodoktoren Holger Parsch und Hans-Jürgen Faul werben für das FabuCar DOC PRO, ein Diagnosetablet, das FabuCar laut eigenem Shop gemeinsam mit ihnen entwickelt hat. Das ist Werbung aus dem eigenen Umfeld, keine unabhängige Empfehlung nach einem Vergleich.

von der Redaktion aktualisiert am 27. Oktober 2026 3 Min. Lesezeit

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Die kurze Antwort

Die Autodoktoren stehen hinter dem FabuCar DOC PRO: Der FabuCar-Shop nennt es „entwickelt von FabuCar gemeinsam mit den Autodoktoren“, die Fachzeitschrift Auto Service Praxis schreibt, die beiden gäben ihren Namen dafür her. Entwickelt wurde es mit Launch Europe. Es ist ein Diagnosetablet der oberen Preisklasse mit Codierung und vielen Servicefunktionen – eine Eigenwerbung, kein unabhängiger Testsieger.

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Die kurze Antwort: Die Autodoktoren empfehlen das Gerät, an dem sie selbst beteiligt sind. Das ist legitim, aber keine neutrale Kaufempfehlung.

Wer hinter dem Gerät steht

Zum DOC PRO gibt es zwei Aussagen aus erster Hand:

  • FabuCar-Shop: Das Gerät sei „entwickelt von FabuCar gemeinsam mit den Autodoktoren“. Die Seite zeigt Videos mit den beiden.
  • Auto Service Praxis, Ausgabe 01/2026: Die beiden gäben ihren Namen für das Gerät her und machten kräftig Werbung dafür. Gerät und Software seien eine Entwicklung von FabuCar und Launch Europe.

Die Empfehlung ist also Werbung für ein eigenes Produkt. Das sagt nichts Schlechtes über das Gerät. Du solltest sie aber anders gewichten als ein Testergebnis.

Was das DOC PRO laut Anbieter kann

Alle Angaben stammen aus dem FabuCar-Shop und dem Fachartikel:

MerkmalAngabe laut Anbieter
GeräteklasseDiagnosetablet mit 8-Zoll-Display und Fahrzeug-Interface (VCI) für die OBD-Buchse
FunktionenFehlercodes, Live-Daten, Aktivtests, Codierung, Grundeinstellungen, geführte Funktionen für VAG-Fahrzeuge
Servicefunktionen30 Standard- und 6 Profi-Funktionen, u. a. Bremse, Ölservice, Lenkwinkel, Batteriewechsel, Partikelfilter
BesonderheitAbgleich der Fehler mit der FabuCar-Datenbank gelöster Fälle
Updateszwei Jahre inklusive; danach läuft das Gerät weiter, neue Updates kosten eine Jahreslizenz
ZusatzdienstKI-Fehlerauswertung als monatlich kündbares Abo
Preisklasseobere Preisklasse

Das DOC PRO gehört damit zu den Diagnosetablets, die sich auch an Werkstätten richten. Was solche Geräte von Codelesern unterscheidet, erklärt Profi-Diagnosegerät.

Gibt es einen unabhängigen Test?

Nach unserer Recherche nicht (Stand 27.10.2026). Der Artikel der Auto Service Praxis ist eine Produktvorstellung mit Zitaten des FabuCar-Geschäftsführers. In den Vergleichen von Auto Bild (31.12.2024) und Auto Zeitung (14.08.2026) war das Gerät nicht dabei; mehr unter Kfz-Diagnosegeräte in Tests.

Brauchst du so ein Gerät überhaupt?

  • Nur die Motorkontrollleuchte deuten: Dafür reicht ein einfacher Codeleser.
  • Service selbst machen: Ölservice-Reset, Parkbremse oder Batterie anlernen brauchen Servicefunktionen für dein Modell. Hier empfehlen wir den TOPDON AD600S – ohne Codierung, laut Hersteller mit kostenlosen Updates.
  • Codieren und Aktivtests: Das ist das Feld des DOC PRO. Codierungen ändern Fahrzeugfunktionen und haben rechtliche Folgen (siehe unten).
Unsere Empfehlung: 4 Systeme + Service · Mehrsystem-HandgerätAnzeige
Geräteklasse
Mehrsystem-Handgerät
Verbindung
Kabel, 1,2 m
Systeme
Motor, Getriebe, Airbag, ABS
Servicefunktionen
8–9 Resets (je nach Version)
Anzeige
5-Zoll-LCD

TOPDON

TOPDON AD600S

Eigenständiges Handgerät mit 5-Zoll-Display: Motor, Getriebe, Airbag und ABS plus Servicefunktionen wie Öl-, Bremsen- und Batterie-Reset.

Warum hier: Wer vor allem Fehler in Motor, Getriebe, ABS und Airbag lesen und Service-Resets selbst machen will, braucht kein Codier-Tablet: Der AD600S bündelt das in einem Handgerät, laut Hersteller mit kostenlosen Updates.

Ideal für: Hobbyschrauber, die Service selbst machen und ein Gerät ohne Smartphone und ohne Abo wollen.

  • Vollständige Diagnose der vier Hauptsysteme Motor, Getriebe, Airbag, ABS (Herstellerangabe)
  • Servicefunktionen u. a. Öl, Bremse, Lenkwinkel, Batterie (BMS), ABS-Entlüften, DPF, TPMS
  • Kostenlose Updates laut Hersteller; Auto-VIN erkennt das Fahrzeug
  • Keine Diagnose weiterer Systeme (Komfort, Licht) ohne kostenpflichtige Erweiterung
  • Zahl der Servicefunktionen je nach Angebot 8 oder 9 – Menü hängt laut Hersteller vom Fahrzeug ab
  • Arbeiten an Bremse und Airbag nur nach Herstelleranleitung

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Oft gefragt

Wer sind die Autodoktoren?

Hans-Jürgen Faul und Holger Parsch, die laut FabuCar-Shop regelmäßig in der VOX-Sendung „auto mobil“ zu sehen sind und einen YouTube-Kanal betreiben. Ihre Fanartikel und Werkzeuge verkauft der Shop von FabuCar, der auch das DOC PRO anbietet.

Ist das FabuCar DOC PRO ein Launch-Gerät?

Laut Auto Service Praxis (Ausgabe 01/2026) sind Gerät und Software eine gemeinsame Entwicklung von FabuCar und Launch Europe. FabuCar betont dort, man habe ein eigenes Produkt geschaffen und nicht einfach ein Launch-Gerät umbenannt. Im Shop ist FabuCar als Hersteller angegeben.

Quellen

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Wer hier auswertet

Redaktion kfz-diagnosegeraet.de

Kfz-Diagnose · Kaufberatung

Wir sind die Redaktion von kfz-diagnosegeraet.de. Wir werten Herstellerangaben, Bedienungsanleitungen, Normen und EU-Vorschriften zur On-Board-Diagnose sowie veröffentlichte Fremdtests aus und ordnen Diagnosegeräte danach ein, welche Aufgabe sie an welchem Auto lösen. Eigene Geräte- oder Labortests machen wir nicht, und bei Bremse, Airbag und Abgasanlage verweisen wir auf Herstelleranleitung und Fachwerkstatt.

  • Herstellerangaben & Anleitungen ausgewertet
  • Normen und EU-Vorschriften als Beleg
  • Keine eigenen Tests – offen gesagt
  • Sicherheitsgrenzen bei Bremse, Airbag, Abgas

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